Gehirnforschung ist "hip" – Ja, und weiter?
(Reine Textfassung - für eine Version mit Abb. s. Downloads)
1995 begannen wir, unsere Erfahrungen mit AL für Dritte zugänglich zu machen. Damals kannte kaum ein Nicht-Experte etwas über die Prozesse im Gehirn. Das Gehirn, die Gehirnforschung, die Lernbiologie des Menschen waren einfach kein Thema – nicht in den Fachzeitschriften, nicht in den allgemeinen Medien und schon gar nicht in Trainerausbildungen und Personalabteilungen.
Heute vergeht keine Woche, ohne dass im Fernsehen über Gehirnforschung berichtet würde. Es gibt ein Magazin (Gehirn und Geist), das sich mit nichts anderem befasst!
Das finden wir natürlich gut. AL ist Handwerkszeug für Lernen und Lehren – auf der Basis von Gehirnforschung. In unseren Trainerausbildungen und in unseren Gesprächen mit Personalentwicklern treffen wir leichter auf offene Ohren.
Aber gilt das nur, weil das Thema "hip" ist? Oder ist ein Grundwissen über das Gehirn nützlich und wichtig? Anders gefragt: Warum brauchen Sie, Sie ganz persönlich, Grundwissen über das Gehirn?
Konnte Oma volltanken?
Frauen der Ur-Großeltern-Generation hatten meistens keinen Führerschein. – Was meinen Sie: Hätte Oma volltanken können? Stellen Sie sich die Situation vor: Das Auto steht an der Zapfsäule. Hätte Oma gewusst, wie der Tankdeckel zu öffnen ist? – Stellen wir uns weiter vor, es ist das Jahr 1985. Zur Auswahl stehen Normal-Benzin, Super-Benzin, Benzin bleifrei, Super bleifrei und Diesel. Hätte Oma gewusst, welchen Kraftstoff wählen? – Da Oma keinen Führerschein hatte, war sie nicht nur nicht in der Lage, zu tanken. – Noch weniger konnte sie von Hamburg nach München fahren.
Mit dem Wissen über das Gehirn, seinen Funktionen, seinen Möglichkeiten ist es wie mit den Omas und dem Autofahren.
Heute ist es selbstverständlich, dass Oma Grundkenntnisse über das Führen motorisierter Fahrzeuge hat und Autos steuert. Genau so selbstverständlich wird bald für Lehrende sein, Grundkenntnisse über das Gehirn haben und Lernen zu steuern.
Nichts über das Gehirn zu wissen (aber Menschen etwas beibringen zu wollen), ist so, als wäre Oma von Hamburg nach München gefahren (ohne schnell noch den Führerschein zu machen).
Mit einem Unterschied: Omas Versuch hätte keinen Schaden angerichtet. Sie wäre nicht vom Hof gekommen. Vielleicht eine Beule. Mehr nicht.
Lehren ohne Führerschein?
Lernen zu steuern, ohne jede Kenntnis des Gehirns, führt unweigerlich zu Lern-Unfällen. Das Tragische ist nur: So lange im Umfeld niemand geschult ist, merkt es keiner. Dann stimmte "die Chemie" nicht. Oder die Teilnehmer waren "nicht motiviert". Oder das Budget war zu knapp. Oder die Zeit reichte nicht.
Wir wissen aus Erfahrung: Klares, praktisches Wissen über das Gehirn führt zu klaren, praktischen Lernprozessen. In mehreren hundert Projekten stellten wir immer wieder fest: Es fehlt Aufgabenorientierung, die sich am "echten Leben" ausrichtet. Es fehlen Lernziele, die konkret, einprägsam und überprüfbar sind. Es fehlt Teilnehmerzentrierung, die Referenzwissen und -erfahrungen strukturell berücksichtigt. Es fehlen Trainerleitfäden, die flexibel, modular, zugleich aber stringent und (auf Kollegen) übertragbar sind. – Das heißt: Es fehlen alle Kriterien für objektiven, messbaren Lernerfolg. Damit fehlen auch alle Kriterien für wirkliches Bildungscontrolling.
Was ist der Grund für diese Misere? – Die Trainer, mit denen wir arbeiten, sind weder zu faul, noch zu dumm. Im Gegenteil: Mit uns arbeiten nur professionelle Menschen mit hohen Zielen. Vor der Zusammenarbeit mit uns fehlt ihnen lediglich eines: Sie wissen nichts über angewandte Gehirnforschung.
Darum brauchen Sie Grundwissen über das Gehirn:
Sie werden viel sparen – Zeit, Geld und Nerven.
Sie werden viel gewinnen – exzellente Lernprozesse, souveräne Mitarbeiter, zufriedene Kunden.
AL spart Zeit, Kosten und Nerven
AL nutzt das Wissen über das menschliche Gehirn. "Andocken" ist z. B. einfacher als "erfinden". Menschen lernen wesentlich leichter und erfolgreicher, wenn sie neues Wissen an bereits vorhandenes Wissen "andocken" können. Deshalb nutzen wir stets, was unsere Kunden mitbringen: ihren Arbeitsalltag, ihre Erfahrungen, ihre Neigungen und Interessen u.v.m. All das dient uns, AL von der ersten Minute konkret mit den Projekten des Kunden zu verbinden.
Das bedeutet: Im AL-Trainer-Training erleben die Teilnehmer AL live und wenden es direkt an. Sie wenden noch im Training AL auf ein "echtes" Seminar an. In der Lehrtrainer-Ausbildung begleiten wir die angehenden AL-Lehrtrainer, AL im gesamten Traineralltag konsequent einzusetzen. In unseren Konzept-Coachings erarbeiten wir neue Konzepte oder Umstellungen auf AL auf der Grundlage des bereits vorhandenen Materials (Trainerleitfaden, PowerPoint-Show, o.ä.). Mit unseren Publikationen liefern wir Konzepte, Werkzeuge, Checklisten und Vorlagen zum Planen und Durchführen eigener Lernprojekte. – In jeder Zusammenarbeit schauen wir zuerst auf die Menschen, das vorhandene Material und die Lernziele. Es gibt bei uns nichts "von der Stange". Mit jedem Kunden entwickeln wir die individuell richtige Lösung: für dieses Unternehmen, für diese Menschen, für diese Situationen.
Individuelle Projekt-Entwicklung
... diese Abbildung stellen wir demnächst für Sie ins Netz. Sofort können Sie sie im PDF-Download sehen.
AL übersetzt Gehirn-Know-How in wirksames Lernen
AL-Trainer-Training (2tägig) / AL-Referenten-Schulung (1,5tägig)
Inhouse-Trainings und offene Trainings:
2 Tage Präsenz-Training,
6 Monate Betreuung (mit 1 Vorab-Kommunikation und 5 Nachbetreuungen)
laufbahnbegleitendes Programm "M.A.S.T.E.R-haft trainieren"
Teilnehmer-Zertifikat oder
qualifiziertes AL-Anwender-Zertifikat (bei aktiver Nutzung der Nachbetreuung).
AL-Referenten-Schulungen bieten das ideale Rüstzeug für "Auch"-Trainer, also Menschen, die "nur" zusätzlich zu anderen Funktionen innerbetriebliche Lehraufträge wahrnehmen.
Lehrtrainer-Ausbildung Individuelle 6–12monatige Ausbildung zum AL-Lehrtrainer (Inhouse oder frei):AL-Know-How durch gründliches Studium des Programms "M.A.S.T.E.R.-haft trainieren",Erkunden der relevanten Gehirnforschung mit aktuellen Publikationen, AL-Konzept-Schulung für ein mind. eintägiges Fach- oder Produkttraining,AL-Lizenz-Training (2tägig) mit detailliertem Beobachtungscoaching. Unternehmen, die auf AL umstellen, entscheiden sich häufig für die Ausbildung von einem oder mehreren AL-Lehrtrainern. So wird AL-Know-How fest im Unternehmen verankert.z. B. 3-Stunden-Coaching für erste, aber große Verbesserungen, z. B. komplette Neukonzeption in Coachingschleifenund auch genau Ihre Wunsch-Betreuung! Firmenkunden entscheiden sich oft dafür, dass jeder ihrer Trainer durch ein umfassendes Konzept-Coaching eine Art "Blaupause" für alle späteren Konzeptionen entwickelt.
Lernmedien
Wir entwickeln Medien und Tools für erfolgreiches Lernen. Beispiele dafür sind unsere Bücher und Programme, die Trainingskarten und die Lernmaschine.
Firmenkunden vertrauen oft uns das Schreiben von Lerntexten an: in Teilnehmer-Unterlagen, auf Blended-Learning-Plattformen etc. Denn: Unsere Lernmedien machen Spaß zu lesen, unterstützen die Gedächtnisleistungen und helfen auch im Alltag.
Was noch?
Welches Lernen möchten Sie steuern?
Wir entwickeln die individuelle Lösung für Sie.
Konzept-Coaching
Flexible Coaching-Modelle erlauben jeden gewünschten Betreuungsgrad:
Trainingsentwicklung
Wir entwickeln komplette Trainerleitfäden z. B. für "lästige" Pflicht-Themen:
Arbeitssicherung,
Spesenabrechnungen,
Datenschutz etc.
Im Team mit einem Inhouse-Mitarbeiter entwickeln wir einführende Fachtrainings:
Basisschulungen für neue Mitarbeiter,
Produktrelaunches mit Integration neuer Fakten etc.
AL verwandelt "trockene" Pflichtveranstaltungen und langatmige Einführungsveranstaltungen in unvergessliche Lernerfahrungen mit garantiertem Transfer.
Projekt-Ergebnisse
Unsere Arbeit mit AL hat uns in enge Zusammenarbeit mit vielen großen Unternehmen gebracht, oft über Jahre hinweg. So haben wir Lehrtrainer ausgebildet in verschiedenen großen Pharma-Unternehmen, in Versicherungsunternehmen, im Maschinen- und Anlagenbau, um nur einige wichtige Branchen zu nennen.Wenn wir Lehrtrainer ausbilden, bedeutet das eine vierjährige Begleitung der Inhouse-Arbeit mit AL. Sehr oft wurden wir im Rahmen dieser vierjährigen Begleitung gebeten, neue Konzepte zu entwickeln, Schulungspläne zu erstellen, Großveranstaltungen zu konzipieren, Trainer (nicht nur die Lehrtrainer) zu coachen etc., damit die Umstellung auf AL umfassender und schneller möglich wurde. Einen kleinen Eindruck über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit uns bieten folgende Projektergebnisse:
Lernen mit Gewinn: Vollständiger Mentalitätswechsel
Ein großes forschendes Unternehmen mit hohem Schulungsbedarf wurde aufmerksam auf uns, weil eine der Trainerinnen durch überdurchschnittlich gute Ergebnisse auffiel. Ihr "Geheimnis": Sie hatte ihr Handwerk bei uns gelernt. Das Unternehmen stellte seine gesamte Aus- und Weiterbildung mit unserer Hilfe auf AL um. Ergebnis: Früher waren Produktschulungen ein lästiges Übel, jetzt riss man sich darum. Früher galt die Abteilung Aus- und Weiterbildung als Abstellgleis. Nun genießt höchste Anerkennung, wer dort arbeitet. "Nachteil": Man traut der Abteilung jetzt (berechtigt) so viel mehr zu, dass andere Abteilungen bis dahin intern geregelte Lernprozesse dort neu konzipieren lassen. Firmen-Veranstaltungen, auch solche, die klassisch im Bereich Marketing angesiedelt sind, finden jetzt unter Federführung der Abteilung Aus- und Weiterbildung statt, denn "man soll immer etwas dabei lernen, statt nur Powerpoint-Shows abzusitzen."
Wissensvorsprung für die NewcomerEin führendes Unternehmen in der Produktion hochsensibler technischer Geräte beauftragte uns, seine Inhouse-Trainer umfassend in AL zu schulen und zu coachen. Gleichzeitig überarbeiteten wir in einem Projekt mit den Inhouse-Trainern von Grund auf die vierwöchige Basisschulung für neue Mitarbeiter. Ergebnis: Nach nur noch drei Wochen Schulung wissen die neuen Mitarbeiter wissen mehr als Kollegen, die bereits seit Jahren im Unternehmen tätig sind. Mehr in puncto Produktwissen. Mehr in puncto kundenorientierte Lösungskompetenz (Stichwort: Cross-Selling). Mehr in ihren eigenen Augen. Mehr nach Einschätzung ihrer Vorgesetzten.Compliance stärken: 500 Kardiologen in 10 VeranstaltungenFür ein großes Pharmaunternehmen führten wir 10 Veranstaltungen mit einem unüblichen Ansatz in Cambridge durch: Anstatt die eingeladenen Ärzte – wie üblich – bei der Präsentation neuer Studienergebnisse lediglich bei guter Laune zu halten, boten wir in vier Veranstaltungen rudimentäres Rüstzeug für den Alltag: Dem einführenden Vortrag "Professionelles Praxismanagement" folgten drei Workshops: "Effektive und effiziente Praxisabläufe", "Frühwarn-Indikatoren für Praxen" sowie "Die Moleküle der Kommunikation". Das gemessen an üblichen "Werbeveranstaltungen" revolutionäre Konzept war ein großer Erfolg für das Pharmaunternehmen – vor allem aber für die teilnehmenden Ärzte, bei ihrer Rückkehr in den Praxisalltag.Praxissteuerung in schwierigen Zeiten: Frühwarn-Indikatoren für PraxenProf. Dr. Linker entwickelte in einem Forschungsprojekt mit 150 Ärzten aus ganz Deutschland ein Frühwarn-Indikatoren-System für Praxen. Der abschließende Bericht von rund 100 Seiten Umfang wurde unter dem Titel "Praxissteuerung in schwierigen Zeiten" den teilnehmenden Ärzten zur Verfügung gestellt.
Blended Learning gegen massiven Widerstand gerettet
In einem großen deutschen Konzern begleiteten wir schon seit ca. 2 Jahren die AL-Qualifizierung aller Trainer, als für einen wichtigen Schulungsbereich ein Blended-Learning-Konzept eingeführt werden sollte. Wir erfuhren von auftauchenden Schwierigkeiten, erkannten als Ursachen a) Ängste der Trainer und b) die zu "technikverliebte" Ausrichtung des Projektes, die elementare lernbiologische Prozesse vernachlässigte. Wir schlugen eine Lösung vor, die in mehreren Workshops erfolgreich umgesetzt wurde und das Blended-Learning-Projekt rettete.
Einige Kunden
Nachfolgend nennen wir Unternehmen, für die wir in nennenswertem Umfang tätig waren oder sind. (Das heißt: Bagatellaufträge bleiben selbstverständlich unerwähnt.)
Berliner Volksbank
Boehringer Ingelheim
d&b audiotechnik
Endress+Hauser Messtechnik
ERGO (früher: Hamburg-Mannheimer Versicherungen)
Glaxo Smith Kline
Gothaer Versicherungen
KHS AG
Lilly Pharma
MSD Sharp & Dohme Pharma
Metzler Bankhaus
ReWe
Roche Diagnostics
Rodenstock
Sauer-Danfoss
Sparkassen-Akademien in mehreren Bundesländern
Spedition Zufall
Swisscom
T-Mobile Vertrieb (Deutsche Telekom)
Universitäten und Fachhochschulen in mehreren Bundesländern
VW, VW-Coaching und VW-Partner
Wüstenrot Bausparkasse
Zumtobel Lichtsysteme
